
Der Cheftrainer von Union Berlin, Steffen Baumgart, lobte seine Mannschaft überschwänglich nach dem überzeugenden 4:0-Auswärtssieg gegen den Abstiegskonkurrenten TSG Hoffenheim am 8. Februar 2025. Das Ergebnis, das als „Statement-Leistung“ bezeichnet wurde, verschaffte Union weiteren Abstand zur Abstiegszone der Bundesliga und unterstrich die mentale Stärke der Mannschaft in einem hochbrisanten Duell.
Obwohl Hoffenheim mit 65 % Ballbesitz dominierte, nutzte Union defensive Fehler der Gastgeber und zeigte eine bemerkenswerte Effizienz, indem vier von sieben Torschüssen verwandelt wurden. Benedict Hollerbach stahl mit einem Doppelpack (24’, 87’) die Show, während die Einwechselspieler Marin Ljubičić (61’) und Andrej Ilić (73’) ihre Debüttore für den Verein erzielten. Baumgart betonte die taktische Disziplin der Mannschaft: „Die Jungs haben das meistens gut ausgespielt. Wir freuen uns, nach langer Zeit wieder ein Auswärtsspiel zu gewinnen – und das so überzeugend.“
Baumgarts Wechsel zur Halbzeit erwiesen sich als entscheidend. Ljubičić, ein Neuzugang im Januar, traf nur 60 Sekunden nach seiner Einwechslung und markierte sein Bundesliga-Debüt mit einem Linksschuss. „Ich bin dankbar, dass ich mit meinem Tor dem Team helfen konnte“, sagte der Kroate, dessen sofortige Wirkung Hoffenheim schockierte. Ebenso sorgte Ilić, ein weiterer Einwechselspieler, mit einem souveränen Abschluss für das dritte Tor und unterstrich damit die Tiefe und Anpassungsfähigkeit der Mannschaft.
Hollerbach, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde, dominierte mit sechs Schüssen und intensivem Pressing. Sein erstes Tor – ein Nachschuss nach einer Parade von Tim Skarke – setzte den Ton, während sein spätes Traumtor per Pfostenschuss seine „Man-of-the-Match“-Leistung krönte. Die Laufleistung des Stürmers von 12,8 km und sein viertes Tor mit einem xG-Wert von 9,53 % unterstrich seine Arbeitsmoral und Präzision.
Auch Torhüter Frederik Rønnow erhielt Lob für wichtige Paraden gegen Andrej Kramarić und Adam Hložek, die den Nullpunkt sicherten. Unions Abwehr, angeführt von Danilho Doekhi, neutralisierte die Angriffe von Hoffenheim trotz geringen Ballbesitzes und zeigte eine „resolute Abwehrbasis“.
Der Sieg katapultierte Union auf den 13. Platz (24 Punkte) und verschaffte ihnen sechs Punkte Vorsprung vor dem 15. Platz, den Hoffenheim (18 Punkte) belegt. Das Ergebnis stellte zudem einen unrühmlichen Rekord für Hoffenheim ein: 31 Heimspiele in Folge ohne ein einziges Spiel ohne Gegentor. Für Union war es der höchste Auswärtssieg seit August 2023, der neuen Schwung in den Kampf um den Klassenerhalt brachte.
Baumgarts taktische Anpassungen und das Vertrauen in die Einwechselspieler haben Unions Saison neu belebt. Mit Hollerbach in Topform und Neuzugängen, die sofort überzeugen, blickt der Verein mit neuem Selbstvertrauen auf die kommenden Spiele. Während Hoffenheims Trainer Christian Ilzer die „schwache Leistung“ seines Teams kritisierte, konzentriert sich Union darauf, diesen Schwung im Kampf um den Bundesliga-Verbleib aufrechtzuerhalten.